News

20.03.2019

Wenn der Hawaiianer die Clown-Dame zum Tanz bittet

Wenn plötzlich Hexen, Clowns, Cowboys und andere kuriose Gestalten durch die Gänge des Alters- und Pflegeheims huschen, dann ist die Fasnacht auch im «Wohnen am Rotbach» in Bühler angekommen.

Lea Sager

Am Dienstagnachmittag letzter Woche stieg die grosse Fastnachtsfeier im Bühlerer Alters- und Pflegeheim. Eingestimmt wurden die Bewohner und Bewohnerinnen mit einem feinen Fastnachtsmenu und süsser Bäckereiaus der Heimküche. 

Die Vorbereitungen für die grosse Feier liefen schon lange zuvor, als die Cafeteria von den Mitarbeitern der Hotellerie bunt dekoriert und geschmückt wurde. Dazu kam das Organisieren der Kostüme, damit auch ja niemand auf die Idee kam, ohne auch nur einen lustigen Hut das Zimmer zu verlassen. Für das Schminken und Verkleiden stand das Pflegepersonal gerne zur Verfügung und liess es sich auch nicht nehmen, selbst mitzumachen und für einen Tag in die Haut eines Marienkäfers, von Pippi Langstrumpf oder der Eiskönigin zu schlüpfen.

Wie schon im vergangenen Jahr schaffte das Wissbach-Trio mit Kontrabass, Handorgeln und Gesang eine fröhliche Atmosphäre. Und es wurde getanzt, gelacht und geplaudert – genau so wie es sich gehört an der Fasnacht.

Bildergalerie 

 

15.1.2019

Silvia Früh - seit zehn Jahren der ruhende Pol

Zum Jahresbeginn wurde im Alters- und Pflegeheim Wohnen am Rotbach in Bühler ein festlicher Neujahrs-Apéro abgehalten. Gleichzeitig wurde gefeiert. Die  Interims-Heimleiterin Silvia Früh ist seit zehn Jahren im Heim beschäftigt.

«Heute ist ein Tag, um sich ein gutes neues Jahr zu wünschen», so beginnt Heimkommissionspräsident, Jürg Engler seine Rede. Er blickt auf all die schönen Begegnungen und Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. die das weniger Erfreuliches, das eben auch zum Alltag in einem Pflegeheim gehört, in den Schatten stellten. «Aber was ist ein glückliches Jahr und wie kommt man dahin?», fragt er anschliessend in die Runde. Den Gesichtern zufolge weiss weder Alt noch Jung eine konkrete Antwort auf diese sehr philosophische Frage. Jürg Engler hat die Antworten von einer Person, die sich eingehend mit dieser Frage beschäftigt hat: «Glück ist Selbstgenügsamkeit», hat Aristoteles, ein griechischer Gelehrter gut 300 Jahre vor Christus behauptet und «wahres Glück ist, seinen Geist frei zu entfalten». Genau das wünscht Jürg Engler nun allen Menschen, die im «Wohnen am Rotbach» ein- und ausgehen für das kommende Jahr 2019.

Immer mehr Aufgaben und Funktionen

Er blickt aber nicht nur nach vorne, sondern auch zurück, nämlich auf den 3. Januar 2009. Das war der erste Arbeitstag einer Mitarbeitenden, die somit demnächst ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. 2009 wurde Silvia Früh als Sekretärin mit 25 Stellenprozent angestellt, welche dann im Laufe der Zeit stetig erhöht wurden. Es kamen immer mehr Aufgaben und Funktionen auf sie zu, die Silvia Früh gerne annahm. Freudig packt sie das eben angelaufene Jahr an, indem sie ab 1. Januar 2019 als Heimleiterin ad Interim wirkt. Die Überraschung ist gelungen, denn bisher wusste Silvia Früh nichts von alldem und hat auch keinen Verdacht geschöpft, während ihre Mitarbeitenden hinter ihrem Rücken den Apéro organisiert und sogar Gäste eingeladen hatten.

Offene Ohren für Alle

Wenn man Bewohnende und Angestellte fragt, hört man über Silvia Früh vor allem eines: Sie sei ein ruhender Pol, auch in hektischen Zeiten, habe ein offenes Ohr für Jedermann, ob Angestellte, Bewohnende oder auch Angehörige und Gäste. Ihre Arbeit sei stets gewissenhaft und habe Hand und Fuss, was sie zu einer wertvollen Mitarbeitenden und einem wichtigem Mitglied des Teams mache. Dazu gratuliert Jürg Engler der zu Tränen gerührten Silvia Früh und wünscht ihr alles Gute in den bevorstehenden Jahren im „Wohnen am Rotbach“. Daraufhin wurde auf Glück und gute Gesundheit angestossen – denn was braucht man mehr?

Text und Bild: Lea Sager

 

 

 

23.11.2018

«Diese Blumen verwelken nie»

Erstmals wählte eine Jury die Bilder aus, die im Winterhalbjahr die Wände im Alters-und Pflegeheim «Wohnen am Rotbach» in Bühler zieren. Ihre Wahl fiel auf Bilder der in Appenzell wohnhaften Milena Honegger. Ihre grossformatigen Gemälde versprühen Spannung und Sonnenwärme.

Jedes halbe Jahr werden im Alters- und Pflegeheim «Wohnen am Rotbach» neue Bilder aufgehängt. Zum ersten Mal bestimmte eine Gruppe Bewohnerinnen und Bewohner was die Korridore zieren soll: Die Altersheimkommission legte ihnen Werke von möglichen Ausstellenden vor. «Die Wahl fiel auf Milena Honegger», verkündete Gemeinderat Jürg Engler, der die Kommission präsidiert, als er am Mittwochabend die Vernissage-Gäste begrüsst

Von der Natur inspiriert
Milena Honegger malt mit Acrylfarben und unterschiedlichen Techniken reduzierte Blumen- und Stadtbilder, aber auch Abstraktes. Vielleicht haben die duftigen Blüten- und Gräserbilder in Schütttechnik, die wie quarelliert wirken, den Ausschlag gegeben oder die dynamischen Häuserschluchten oder die Collagen mit Draht- und Papierresten und Fundstücken aus der Natur. Das Vernissage-Publikum wusste es nicht, erfreute sich aber an der Bildervielfalt.

Milena Honegger scheint ein besonderes Talent für die Wirkung von Farben, Formen und Proportionen zu haben. Das hat sich schon gezeigt als die gelernte Krankenschwester ihre Faszination dafür in der Floristik auslebte. Sie habe sich die Kenntnisse selbst angeeignet, erzählt sie und von zuhause aus Blumengebinde und Festdekorationen auf Bestellung angefertigt. «Ich konnte so meine Liebe zu Farben und Formen und zur Natur damit richtig ausleben», erinnert sie sich.

Bis vor zehn Jahren lebte sie mit ihrem Mann, der als Arzt im Hof Weissbad tätig ist, in der Nähe von Schaffhausen – auch nahe der Natur wie heute in Meistersrüte. Die Inspiration aus der Natur ist für sie das Wichtigste. Vor etwa drei Jahren erreichte sie eine neue Ebene als sie die Malerei für sich entdeckte. Seither besuchte Milena Honegger Kurse und Malferien, um verschiedene Techniken zu erlernen. Sie findet ein Bild gelungen, «wenn es mir entgegenlacht – wie vorher die Blumensträusse», sagt sie strahlend. «Diese Blumen verwelken allerdings nie».

Tüpfli auf dem i
Die Gäste zeigten sich von den sonnenhellen Blumenbildern ebenso begeistert wie von den erdigen oder den Collagen. Heimleiterin Miriam Herzberg bedankt sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern «für den guten Geschmack» bei der Auswahl, denn die Bilder von Milena Honegger zauberten in den trüben Monaten Sonnenwärme ins Heim. «Vernissagen und Ausstellungen bereichern den Heimalltag, ermöglichen andere Begegnungen für Bewohner und Mitarbeiterinnen», freute sie sich.
Das Apéro-Buffet ist jeweils das «Tüpfli auf dem i» der Ausstellungseröffnungen. Koch Bruno Hollenstein bestückte es zusammen mit der Lernenden Janine saisonal und mit Pizza-Variationen und rundete es adventlich süss ab.